Wegweiser zum Salzbergwerk

Spaß in 130 Metern Tiefe – Ausflugstipp Salzbergwerk

Kürzlich waren wir in Berchtesgaden und sind nicht AUF den Berg gegangen, sondern IN einen Berg abgetaucht. Im Salzbergwerk waren wir bis zu 130 Meter unter der Erde. Gar nicht mal so ungemütlich da! Hier unser Ausflugstipp.

Wenn man am Salzbergwerk Berchtesgaden ankommt (Bergwerkstraße 81 – wenige Parkplätze gibt´s direkt davor, ansonsten befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz auf der anderen Seite der Hauptstraße) und in einen der Leih-Overalls schlüpft, sollte man seine Eitelkeit gleich mit dem Handy im Schließfach einsperren. Schön sind die Dinger ja nicht. Aber praktisch! Und weil ja jeder so ein Teil anhat, ist das echt lustig! Drunter zieht man am besten etwas bequemes an – geeignet für die 12 Grad Temparatur unter Tage und den teils etwas rutschigen Boden.

Birgit und Jörg in Besucherkluft
Bergwerk-Fashion: Für die Führung gibt es Overalls, um die Kleidung zu schützen.

Tickets gibt es online (Erwachsene 16,50 Euro, Kinder 4-16 Jahre 9,50 Euro). Buchbar sind diese bis 30 Minuten vor Führungsbeginn. Man bucht  für einen bestimmten Zeitslot und kann dann da ohne Wartezeit an der Führung teilnehmen.

Auf der Grubenbahn im Salzbergwerk
„Heiho, heiho, wir sind vergnügt und froh!“: Auf der Grubenbahn kamen wir uns ein bisschen vor wie bei Schneewittchens sieben Zwergen.

Mit einer Grubenbahn fährt die Gruppe 650 Meter in den Berg hinein, in die sogenannte Salzkathedrale, die dem damaligen Kaiser Franz von Österreich gewidmet ist. Ein Führer erklärt anschaulich, was es damit auf sich hat. Zu Fuß geht man dann zu einer Steinsalzgrotte, zum sogenannten Salzlabor, dem Blindschacht, dem Streckenvortrieb und dem Bohrspülwerk. Die Stationen geben spannende Einblicke in den Salzabbau früher und heute.

schaustelle_vortrieb_01a

Ein Highlight der Besuchertour sind die Holzrutschen, mit denen man 34 und später nochmal 40 Meter hinunter rutscht. Wer sich nicht traut, kann auch Treppe gehen – verpasst dann aber eine große Gaudi!

salzkathedrale

salzkathedrale

Das Salzbergwerk überzeugt mit einem modernen und anschaulichen Ausstellungskonzept. Equipment der Bergarbeiter ist in Schaukästen ausgestellt, ein virtueller 3D-Plan veranschaulicht während einer kurzen Filmschau das Tunnelsystem.

salzlabor

Hier und da hat die Tour auch etwas von Freizeitpark: Auf der Rutsche werden Fotos geschossen, die nach der Tour für 5 Euro erhältlich sind und am Ende landet man in einem Souvenirshop. Hin und wieder kommt man sich auch vor wie in einem Werbesport für Speisesalz… Trotzdem ist der Besuch Zeit und Geld wert und macht echt Spaß!

salzlabor

Der Höhepunkt zum Schluss ist die Floßfahrt über den unterirdischen Spiegelsee, der seinen Namen der Deckenspiegelung im Wasser verdankt. Mit einer Licht- und Lasershow und sphärischen Klängen wird man während der kurzen Fahrt über das Wasser gut unterhalten. Wer nichts gegen Kitsch hat, wird die Floßfahrt super finden!

spiegelsee

Der Salzsee ist 2 Meter tief und hat einen fast so hohen Salzgehalt wie das Tote Meer. An diesem Punkt befindet man sich 130 Meter unterhalb der Oberfläche und somit am tiefsten Punkt der Führung. Per Aufzug und Bergbahn geht es dann zurück zum Ausgangspunkt. Eine gute Stunde dauert die Führung, auf der übrigens Foto- und Handyverbot herrscht. Die Bilder aus der Ausstellung stammen deshalb von der SWS AG. Wir haben uns mit unseren Freunden am Ende der Tour nochmal in den schicken Overalls dokumentiert. Hat ein bisschen was von freiwilliger Feuerwehr…

Die Reisegruppe um Birgit und Jörg

Falls ihr auch mal einen Ausflug IN den Berg macht, dann viel Spaß dabei! Liebend gerne würden wir ja sehen, wie euch die blauen Overalls stehen! 😉

Die Birgit und der Jörg

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