Südafrikas guter erster Eindruck (Reisetagebuch, Teil 1)

Meine Englischlehrerin predigte uns früher immer „you never get a second chance to make your first impression!“. Zu Deutsch: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!
Den Spruch hatte sie uns regelrecht eingehämmert – und heute weiß ich, dass sie sehr recht hatte. Auf meinen Reisen habe ich festgestellt, dass der Satz auch für Städte und Länder gilt. Es fängt an, wenn man das Flughafengebäude verlässt und zum ersten Mal die Luft der Zieldestination atmet – und dann saugt man jeden Eindruck in sich auf und bildet sich ein Urteil. Liebe auf den ersten Blick – oder erste Antipatien?
Am Samstag bin ich in Johannesburg gelandet und in den paar Tagen hier, hat die Stadt ihre Chance für einen guten ersten Eindruck bestens genutzt.  Solange dieser Eindruck noch frisch und ich vor Ort bin, will ich ihn gerne mit euch teilen. Mein Südafrika-Reisetagebuch, Teil 1.

Flugzeugausblick
Der Sonne entgegen: Auf nach Südafrika

Meine erste Südafrika-Experience begann bereits morgens um acht nach einem relativ entspannten, etwa zehnstündigen Nachtflug (nach einem Abendessen mit „La La Land“ bei massig Beinfreiheit am Notausgang konnte ich fast den gesamten Flug durchschlafen). Begrüßt wurden wir von der warmen Herbstsonne, blauem Himmel und milden 19 Grad. Schon einmal eine gute Grundlage für einen guten ersten Eindruck!
Unser Hotel liegt direkt gegenüber des Flughafengebäudes und wir konnten quasi direkt mit dem Koffertrolley rüberrollen. So easy war der Transfer vom Flughafen zum Hotel auch selten. Und dass wir dann schon einen „early check-in“ im Hotel bekamen und auf ein King Executive Room upgegraded wurden war auch noch sehr erfreulich.

Nach einem leckeren Frühstück in der Sonne, einer Dusche und noch einem kleinen Nickerchen ging die Erkundungstour los. Was wir gemacht und gesehen haben, könnt ihr in den nächsten Tagen hier unter den Reisetipps für Johannesburg lesen. Hier jetzt erstmal noch einige erste Eindrücke.

Blick über Johannesburg.
  • Die britische Kolonialzeit hat viele Spuren hinterlassen. Johannesburg kommt sehr europäisch daher, vieles erinnert auch an Amerika (beispielsweise die Art und Weise der Bedienung in Restaurants). Aber dass man sich im südlichsten Land des afrikanischen Kontinents befindet, merkt man in der Stadt gar nicht wirklich.
  • So europäisch wie die City daherkommt, sind auch die Speisekarten der Restaurants. Erst am zweiten Tag in einem Township konnten wir uns einen Eindruck der afrikanischen Küche machen. Zuvor gab´s überall Multi-Kulti-Speisen aus aller Welt – aber nix Afrikanisches.
For Foodlovers: Das Essen ist super – meist sehr international.
  • Die Menschen sind extrem freunlich – zumindest alle, mit denen wir bisher zu tun hatten. Dass das nicht überall so ist und v.a. in den ärmeren Gegenden die Verbrechensrate sehr hoch ist, will ich aber nicht unter den Teppich kehren. Bei Dunkelheit nicht alleine auf die Straße zu gehen und gewisse Gegenden generell zu meiden, sollte man auf jeden Fall beachten!
  • Wo Frauen in Europa meist vermeintliche Problemzonen kaschieren, betonen viele Südafrikanerinnen scheinbar gerne genau diese Rundungen. Frau zeigt hier, was sie hat! 🙂
  • Nelson Mandela und die Apartheid sind quasi allgegenwärtig. In der Stadt und in den Gesprächen mit den Bewohnern erinnert ganz vieles an die frühere Geschichte und den Wandel durch Mandela.
  • Ferraris, Mercedes, BMW: Auf den Straßen fahren auffallend viele Luxuskarossen. Und hinter dem Steuer sind längst nicht nur Weiße. Doch so wohlhabend manche Menschen hier sind (im schicksten Viertel Johannesburgs stehen u.a. Villen für über 100 Millionen Rand), so arm leben Andere in den bestimmten Vierteln der Townships. Die Schere zwischen arm und reich ist enorm.
Luxuskarossen sind keine Seltenheit…
…aber die Armut ist ebenfalls allgegenwärtig.
  • Das Licht hier ist so wunderschön! Kein Wunder, dass Fotografen, Filmemacher und Fernsehproduktionen aus aller Welt hier shooten. Wenn die Sonne sich verabschiedet, dann erstrahlt alles gold und warm! Atemberaubend!
Johannesburg erstrahlt v.a. zur Dämmerung im besten Licht.
  • Kuchen können die! Wer mich kennt oder aufmerksam den Blog liest, weiß, dass ich an Süßem nicht vorbei komme. Dass hier an jeder Ecke gefühlt meterhoch geschichtet Kuchen, Cupcakes mit reich verzierten Toppings und sündhaft gut aussehendes Gebäck verkauft werden, wird meinem Blutzucker nicht gut tun. Der Seele aber schon. Hmmmmm, lecker!!
Sweet Dreams: Dessert zum Abendessen. Kuchen und Torten sind ebenfalls ein Gaumen- und Augenschmaus.

Diese ersten Eindrücken werden in den nächsten Wochen sicher noch viele weitere folgen. Schaut doch mal rein, hier gibt´s alle paar Tage Neuigkeiten von der Reise.

Viele Grüße aus der Sonne!

Die Birgit

Schreibe einen Kommentar