Koffer

Ich packe meinen Koffer: Die highlife-Tipps zum Kofferpacken

Kofferpacken leicht gemacht

Ich liebe Reisen! Wie schön ist es, die Welt zu erkunden, neue Eindrücke und Erfahrungen zu machen – privat natürlich noch mehr, als beruflich.
Was ich aber gar nicht liebe, ist Koffer packen zu müssen!
Habe ich etwas vergessen? Kommt alles heile an? Wie soll so viel Zeug in einen so kleinen Koffer passen?
Und oft muss ich auf den letzten Drücker in kürzester Zeit Kofferpacken, weil ich z.B. gerde erst von einer Reise zurück komme, bevor es wieder weiter geht. Deshalb habe ich das Packen inzwischen perfektioniert, damit auch kaum etwas schief gehen kann. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse aus hunderten Kofferpackroutinen.

Gut Vorbauen

Zuallererst kommen Schuhe und Jeans in den Koffer. Die sind am schwersten, nehmen am meisten Platz weg. Dann kann man da die Lücken mit Kleinkram stopfen und drumherum packen. Empfindliche Kleidungsstücke wie frisch gebügelte Hemden oder Kleider aus feinen Stoffen kommen ganz oben drauf. Die packe ich dann auch IMMER aus, egal wie spät ich am Hotel ankomme und ob der Rest noch im Koffer bleibt. Ist weniger ärgerlich, als wenn etwas total zerknittert ist.

Platzsparend Kofferpacken

Seit ich diesen Trick mal vor einiger Zeit gehört habe, bin ich jedes Mal begeistert, wenn ich Gebrauch davon mache: Kleidungsstücke rollen, statt sie zu falten. Und zwar fest rollen, dann knittern die Kleidungsstücke auch kaum. Ihr werdet überrascht sein, wieviel Platz ihr spart und was auf einmal so einen Koffer hineinpasst! Den Koffer aber bitte trotzdem nicht komplett vollpacken! Auf der Heimreise hat man ziemlich sicher Einkäufe und Mitbringsel dabei. Und die Dreckwäsche ist dann auch nicht mehr so schön platzsparend gerollt sondern womöglich einfach in einen Beutel hineingestopft.

Kleidung rollen
Voll von der Rolle: Wenn man Kleidungsstücke rollt, spart man eine Menge Platz.

weniger ist mehr

Gerade dann, wenn ich es beim Packen eilig hatte, habe ich viel zu viel unnützes Zeug eingepackt und dann am Ende doch nichts passendes dabei gehabt. Macht euch lieber Gedanken, was ihr wirklich braucht und wie ihr es kombinieren könnt. Dann braucht ihr nicht zu viel mitnehmen (gilt für Kleidung genau so wie für Schuhe und Schmuck). Ganz besonders gilt das auch für Wertgegenstände! Es reist sich viel angenehmer, wenn man sich nicht um so viele Dinge sorgen oder so viel Ballast mitschleppen muss! Unnötige Schlüssel, Dokumente oder Kunden- und Bankkarten können daheim bleiben!
Nur bei Medikamenten, Unterwäsche und Kontaktlinsen packe ich lieber etwas mehr ein als nötig. Dann ist man mit dem Nötigsten gerüstet, wenn man doch mal eine Nacht länger bleiben muss. Ist mir schon mehrmals wegen gestrichener Flüge passiert!

Schuhe für alle fälle

Bei Schuhen schränke ich mich für kurze Trips meist auf ein Paar Ballerinas, ein Paar Sneakers oder Turnschuhe und ein Paar Highheels ein. Damit ist man für Spaziergang, Shoppingtour, Sightseeing, Dinner und Disco gerüstet. Geht´s irgendwo an die Küste oder in ein Urlaubsland, kommt noch ein Paar Sandalen oder Flip Flops mit in den Koffer. Mehr braucht´s in der Regel nicht – und Schuhe nehmen ja viel Platz und Gewicht in Anspruch, sodass es sich da lohnt, sich etwas einzuschränken.

Schuhe
Super Trio: Mit Ballerinas, hohen Hacken und einem Paar bequemer Schuhe ist Frau für alle Anlässe gerüstet.

Schuhe in Duschhauben

Die Duschhauben, die in Hotelbadezimmern liegen, habe ich noch nie zum Duschen genommen – aber schon häufig, um meine Schuhe damit zu transportieren. Wenn Sohlen oder Absätze nicht ganz sauber sind, schützt die Methode den Rest im Koffer vor Dreck und lässt den Schuh trotzdem atmen. Sonst tun´s aber auch Plastiktüten! In den Schuh kommen Sockenpaare. Dann beult der Schuh nicht zusammen und die Socken nehmen keinen Platz weg.

Wissen, wie das Wetter wird

Bei oben genanntem Tipp hilft auch zu wissen, wie das Wetter während der Reisezeit wird. Ein kurzer Check auf www.wetter.com genügt. Vielleicht kann man sich ja die warmen Jacken sparen, wenn es sowieso dauernd knallheiß ist oder auf allzu luftiges verzichten, wenn nur Regen gemeldet ist.

Farben festlegen

In meinem Kleiderschrank befinden sich viele Teile, dich ich nicht miteinander kombinieren kann (schwarz zu braun oder dunkelblau finde ich z.B. oft sehr schwierig). Deshalb musste ich dann früher zum blauen Kleid blaue Schuhe, zum schwarzen Kleid schwarze Schuhe usw. mitnehmen. Und auf einmal ist der Koffer zum Bersten voll… Jetzt überlege ich mir vorher, auf welche Farbgruppe ich mich für die Reise festlegen will und kann dann Schuhe, Taschen, Gürtel, Schmuck durcheinander kombinieren. Dadurch habe ich viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten und brauche viel weniger Zeugs!
Bei Männern gilt das Gleiche: Mit einem schwarzen Anzug, schwarzen Schuhen und schwarzem Gürtel hat Man(n) einen Grundstock dabei, kann dazu Freizeitkleidung (Jeans zu Hemd und Sakko oder Pullover zur Anzughose…), verschiedene Hemden und Krawatten kombinieren. Brad Pitt macht das übrigens auch so! 🙂

Accessoires
Gleich und gleich gesellt sich gern: Wenn man sich auf eine Hauptfarbe reduziert, passen Accessoires zu allem.

Kofferanhänger ran

Auf meinen vielen Reisen hatte ich das Glück, dass mein Koffer noch nie verloren gegangen ist. Sollte dieser Fall aber einmal eintreten, ist es wichtig, dass er zugeordnet werden kann. Ich will schließlich nicht, dass sich bei einer Kofferversteigerung jemand über meine Reisemitbrigsel hermacht! Also: Kofferanhänger mit vollständiger Adresse und mehreren Kontaktmöglichkeiten (Handy, E-Mail…) ran! Bestenfalls mehrere. Und das ganze natürlich mit deutscher Vorwahl und einem Vermerk auf „Germany“ – wer weiß, wo der Koffer verloren geht…
Und damit man potentielle Einbrecher nicht darauf aufmerskam macht, wo in den nächsten Tagen niemand zu Hause ist (weil man ja gerade auf dem Weg zum Flughafen und in den Urlaub ist), bitte die Adresse nicht sichtbar am Koffer baumeln lassen, sondern einen Kofferanhänger verwenden, bei dem die Adresse verdeckt ist oder in den man ein Adresskärtchen hineinstecken kann. Eine zusätzliche Visitenkarte IM Koffer garantiert, dass der Koffer im schlimmsten Fall nicht im Nirvana verschwindet.

Koffer
Ich empfehle Kofferanhänger, bei denen die Adresse nicht für jedermann offen sichtbar sind.

Keine Verwechslungsgefahr

Schwarze oder silberne Koffermodelle bestimmter Marken reisen mehrfach in jedem Flieger mit. Damit es am Gepäckband nicht zur Verwechslung kommt (und da kenne ich einige Geschichten, bei denen das passiert ist), sollte der eigene Koffer unverwechselbar sein. Bunte, gemusterte Koffermodelle sind das von alleine – bei dezenteren Gepäckstücken kann man mit einem auffälligen Koffergurt (ohnehin gut, damit der Koffer nicht aufplatzen kann!) und/oder markanten Kofferanhängern nachhelfen.

Kofferanhänger
Hands off! Mit unverwechselbaren Markierungen am Koffer kommt er nicht in falsche Hände.

ohne Gepäck Gerüstet sein

Sollte der Koffer tatsächlich einmal später ankommen, als man selbst oder sich der Weiterflug um eine Nacht verzögern (das ist mir schon passiert!), ist es von Vorteil, die Wichtigsten Sachen im Handgepäck dabei zu haben. Medikamente, Elektronik wie Ladegeräte und das Nötigste für eine Nacht wie Zahnbürste und frische Wäsche sollten also im Handgepäck landen. Wenn es in den Urlaub geht, dann ebenso Bikini/Badehose. Dann kann man es sich wenigstens gut gehen lassen, bis der Koffer ankommt.

Feinstrümpfe in Wäschebeutel

Damit meine Strumpfhosen und Strümpfe keine Laufmaschen ziehen, kommen sie schonend in Wäschebeutel. Für die Heimreise sind sie dann da auch schon gut aufgehoben, um direkt so in die Waschmaschine zu wandern. Gleiches gilt für empfindliche Wäsche.

In Wäschebeuteln sind empfindliche Wäschestücke vor Reißverschlüssen, spitzen Absätzen und co geschützt.
In Wäschebeuteln sind empfindliche Wäschestücke vor Reißverschlüssen, spitzen Absätzen und co geschützt.

Kosmetik

Auf Reisen will man natürlich nicht auf die nötigste Kosmetik verzichten. Aber es muss ja nicht von allem gleich die große Dose/Flasche/Tube sein. Einige Prodkute gibt´s in Reisegrößen zu kaufen, andere fülle ich mir einfach um. Und was nicht zur täglichen Routine gehört, bleibt eben daheim!
Was mit darf, kommt in einen geräumigen Waschbeutel. Falls nämlich irgendwas auslaufen sollte, sind wenigstens nicht die Kleidungsstücke betroffen.

Badeartikel
Viele Kosmetikartikel gibt es für die Reise im Miniaturformat oder als Probe – und der Rest wird platzsparend in kleine Fläschchen abgefüllt.

Ich hoffe, mit den Tipps gelingt euch das Kofferpacken zukünftig auch noch einfacher!
In diesem Sinne: Gute Reise!

Die Birgit

2 Comments

  1. Koffer Freund

    Sehr schöner Beitrag. Würdest du bei der Wahl des Koffers eher auf einen Aluminium Koffer oder Koffer aus Polycarbonat setzen? Gibt da ja nicht nur preisliche Unterschiede. Vielleicht kann man in dem Zusammenhang ja noch mal drüber sprechen! 🙂

    1. Birgit

      Danke für dein Feedback! Ich persönlich finde rein optisch Aluminium schöner – mit meinen Polycarbonat-Koffern komme ich persönlich aber besser zu recht: 1. wegen des leichteren Gewichts und 2. weil das Material etwas dehnbarer ist – wenn im Urlaub die Shoppingtouren recht erfolgreich waren, spielt beides eine Rolle 🙂

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