„Paris is always a good idea“

Audrey Hepburns Aussage „Paris is always a good idea“ kann ich nach einer kurzen Woche in der Stadt an der Seine voll und ganz unterschreiben!
Für mich war es der erste Trip dorthin – sicher nicht der letzte.
Hier also mein „Paris für Einsteiger“:
Birgit in Paris

Der Eiffelturm

Paris wird erst zu Paris, wenn man den Eiffelturm gesehen hat! Das Wahrzeichen der Stadt ist viel größer, als ich es mir vorgestellt habe und hat eine magische Ausstrahlung. Von unten – und von oben!

Der Eiffelturm
Tagsüber erhebt sich der Eiffelturm über Paris…
Eiffelturm Paris
…abends leuchtet er dann wunderschön und bietet jede Stunde seine Lichtershow.

Schon auf der Zwischenplattform (für 11 Euro mit dem Aufzug zu erreichen oder für Sportliche auch zu Fuß) hat man einen sensationellen Blick über die Stadt. Ganz nach oben kann man nur, wenn das Wetter es zulässt. Weil das bei mir nicht der Fall war, hebe ich mir den Blick eben für den nächsten Besuch auf – und der kommt ja bestimmt!

Aussicht vom Eiffelturm
Sonnenuntergang und Abendstimmung sind vom Eiffelturm aus gleich noch viel schöner.

Party unter der Brücke

Vom Eiffelturm kann man wunderbar an die Seine spazieren und dort entlang das Pariser Lifestyle genießen. Auf den vielen Bänken und in den Parks wird überall gepicknickt. Da kann man sich wunderbar selbst untermischen: Mit einem Baguette, ein paar Leckereien und Getränken aus dem nächsten Supermarkt ist man bestens eingedeckt.
Et voilà: So geht Paris!

Unter den Brücken an der Seine genießt man gerne den Lifestyle der Stadt.

Ein Hotspot für Picknicker und Partypeople ist das Ufer entlang am Quai d´Orsay nahe der Pont Alexandre III. Unter der Brücke und rundherum treffen sich vor allem junge, hippe Menschen und genießen Selbstmitgebrachtes oder Drinks in den Bars, die sich am Ufer und auf einigen Partybooten befinden.

Wenn die Pariser Feierabend haben, treffen sie sich gerne auf einen Sundwoner – oder zwei… am Ufer der Seine.

Arc de Triomphe

Das zweite Wahrzeichen, von dem man wunderbar die Champs-Elysées und elf weitere Avenuen überblicken kann, ist das Tor, das zu Ehren der napoleonischen Armee gebaut wurde. Man erreicht es durch eine Unterführung – denn den berühmt-berüchtigten, mehrspurigen Kreisverkehr will (und kann) man nicht zu Fuß überqueren.

Der berühmte Arc de Triomphe kann auch bestiegen werden.


Wenn man dort gewesen ist, bummelt man am besten durch DIE Einkaufsstraße. Vor dem Louis Vuitton-Store auf der Champs-Elysées bildet sich eine große Schlange und auch sonst ist dort einiges los. Ob man seine Ersparnisse dort lässt oder nicht: gesehen haben sollte man die weltberühmte Avenue auf jeden Fall!

Musée du Louvre

Gesehen haben muss man auch den Louvre! Das weitläufigste Museum der Welt ist schon von außen ein Hingucker – und wenn man sich für Kunst interessiert, kann man einen ganzen Tag darin verbringen und hat dann immernoch nicht alles gesehen. Wer die Mona-Lisa anschauen will, muss Zeit einplanen. Dort ist man nämlich nicht alleine…

Der Louvre
Der Louvre mit seiner berühmten Glaspyramide…
…ist auch bei Nacht sehenswert. Dann wird´s da erst richtig romantisch!

Parc des buttes-chaumont – Grüne Oase in der Stadt

Ich muss nach meinem Paris-Trip mit allen Vorurteilen aufräumen, die ich den Franzosen gegenüber hatte! Wir haben so nette und offene Franzosen kennengelernt und uns bestens verstanden! Abends in einer Bar im Kneipenviertel der Rue Mouffetard gaben uns zwei französische Männer noch ein paar Tipps für die letzten Tage. Auf ihre Empfehlung furhen wir zum Parc des Buttes-Chaumont, einer großen Parkanlage, die v.a. am Wochenende hunderte Menschen anlockt, die alle dort picknicken, Spaß haben und das Leben genießen. Wunderbar!
Und die Aussicht vom Temple de la Sybille ist auch sensationell – unbedingt nach oben spazieren!

Notre-Dame de Paris

Die 800 Jahre alte und weltberühmte Kathedrale ist ein Meisterwerk gotischer Baukunst! Auch wenn die Schlange davor lang aussieht sollte man sich anstellen, denn das geht wirklich ganz schnell! Eintritt kostet die Besichtigung von Notre-Dame nicht. Aber wegen Terrorismusprävention wird dort – wie auch sonst fast überall – eine Taschenkontrolle durchgeführt. Auf der hinteren Seite der Kathedrale ist ein kleiner Park und man sieht den Bau noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Die Kathedrale von hinten – ohne Besucherschlangen…

Montmartre – Dem Himmel ganz nah

Zur blendend weißen Basilika „Sacré-Coeur“ auf dem Hügel der Künstlerviertel, dem Montmartre pilgern täglich Tausende Touristen die Treppen hinauf. Gemütlicher geht´s mit der Bergbahn – oder wie wir es bei mehr als 30 Grad und Sonnenschein gemacht haben – im kühlen Taxi/UBER.
Auch hier lohnt es sich, ein paar Minuten Schlange zu stehen, nachdem man den Blick über ganz Paris genossen hat.

Die weiße Basilika, die über der Stadt thront.

Die Kirche ist sehr imposant und eine dort stattfindende Andacht fand ich auch sehr eindrucksvoll – abgesehen von viel zu vielen Touristen, die scheinbar keine Ahnung haben, wie man sich in einer Kirche zu benehmen hat. Menschenmassen mit Handys, Selfiesticks und Camcordern quetschen sich da durch die Kirchenbänke und sogar durch betende Kirchenbesucher, obwohl überall Schilder auf ein Fotoverbot hinweisen. Das ist sehr schade!
Sacre CeurWenn man dann von der Basilika durch die Künstlerviertel wieder ins Zentrum schlendert, kann man sich von unzähligen Malern portraitieren lassen oder in Boutiquen und Second-Hand-Shops einkaufen.

Ich war ganz von einem Geschäft namens „Paperdolls“ in der Rue Houdon Nr. 5 entzückt und habe mir direkt das Kleid einer französischen Designerin gekauft. Die Inhaberin erzählte mir, dass 80 Prozent der Bekleidung in ihrem Geschäft aus Frankreich stammt. Neben Frauenmode im Fifties- und Sixtiesstil gibt es auch original Vintage-Teile und Schmuck aus der Zeit. Alles liebevoll mit Antiquitäten dekoriert – und mit charmanter Beratung abgerundet.

Eines von vielen schönen kleinen Geschäften: Das „Paperdolls“

Opéra Garnier

Da sich unser Hotel direkt gegenüber der Oper befand, nutzten wir die Lage und besuchten den von Charles Garnier 1875 fertiggestellten Palast für eine Besichtigung. Schon das prunkvolle Treppenhaus ist extrem beeindruckend. Und das mit Gold überborstende Grand Foyer macht den eigentlichen Opernsaal fast schon nebensächlich. 1964 malte Marc Chagall dort das Deckengemälde – allerdings Geschmackssache, wie ich finde.

Shopping

Unweit der Oper sind die berühmten Kaufhäuser der Galeries LaFayette. Im Delikatessenhaus gibt es Macarons, Eclairs und Törtchen, die fast zu schade zum Essen sind.
Pariser Mode gibt es dann noch in den Herren- und Damenhäusern.

Ein Kaufhaus, wie es schöner kaum sein könnte: Die Galeries LaFayette in Paris.

Und wer eine Shoppingpause braucht, findet auf dem Dach der Galerie zwei Restaurationen und einen wunderbaren Blick über die Stadt!
Auf der Terrasse kann man dann auch standesgemäß die Macarons vernaschen, die man sich im Erdgeschoss vorher gekauft hat. Denn selbst hier picknicken die Pariser.

Rooftop-Terrasse
Blick von der Terrassee der Galeries LaFayette

Paris kulinarisch

Zu guter letzt noch ein paar Gastrotipps:
Superleckeres und ganz einmaliges Essen zu dennoch erschwinglichen Preisen findet man zum Beispiel im „Pascade“ (zwei Filialen, u.a. in der rue Daunou). Der Service ist dort ganz besonders – das Eindecken gleicht einer Choreographie.

Spezialität im Pascade sind die Teller aus Teig.

Einen sehr lustigen und legeren Abend mit vielen neuen Kontakten hatten wir im Le Rody. Dort gab´s gute, internationale Küche und auf Wunsch auch Cocktails. In der Gegend unweit des Pantheons (ein durchaus auch sehenswerter mächtiger Kuppelbau) reihen sich einige Straßenzüge (um die Rue Mouffetard) lang Restaurants, Kneipen und Bars aneinander und man trifft viele aufgeschlossene Einheimische!

Schick machen muss man sich nicht überall in Paris – aber es ist und bleibt eine Modemetropolen. Warum also nicht etwas aufbrezeln…?!

Feine italienische Küche und Blick auf den Eiffelturm gibt´s außerdem im Il Sorrentino in der rue de Monttessuy.
Generell muss man für einen Hauptgang in Paris um die 15 Euro einplanen. Selbst Salate und Pasta liegen preislich ca. zwischen 12-17 Euro. Für nur etwas mehr Geld, gibt´s aber oft schon extrem gute Küche. Und nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt – v.a. nicht in einer Stadt, die so viele Michelin-Sterne vereint.

Und wo wohnen?

Unser Hotel würde ich an dieser Stelle auch noch gerne weiterempfehlen – allerdings sind die Preise nichts für jeden Geldbeutel. Das Intercontinental Paris Le Grand war eine ganz feine Adresse für die sechs Tage – vor allem weil wir den Aufenthalt aber mit IHG-Treuepunkten bezahlen konnten. Da lohnt sich das viele Reisen 😉 Sonst hätten wir 890 Euro pro Übernachtung im Zimmer mit Opernblick zahlen müssen. Wer also nicht so viele Bonuspunkte angesammelt und auch keine fünfstellige Reisekasse hat, findet sicher günstigere Alternativen!

Sechs Tage in einer Metropole wie Paris sind natürlich viel zu wenig Zeit, um der Stadt gerecht zu werden.
Aber weil Paris ja immer eine gute Idee sein soll, geht´s vielleicht bald wieder dorthin. Fashionweek, Christmasshopping, die Kirschblüte oder einfach ein weiterer Städtetrip – Gründe finden sich ja immer…

Je t´embrasse,

die Birgit

P.S.: Noch mehr Bilder und Stories gibt´s auf meinem Instagram-Kanal. Freue mich, wenn ihr mir da folgt!

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