Beachfeeling in Port Elizabeth (Reisetagebuch, Teil 6)

Von der Großstadt in den Nationalpark – und dann ab ans Meer: Mein Südafrika-Urlaub ließ wirklich keine Wünsche offen! Nach dem Besuch im Kruger Nationalpark flogen wir (nach einer Übernachtung auf einem Bergpass, die aber nicht der Rede wert ist) von Johannesburg nach Port Elizabeth. Hier jetzt also mehr vom Meer.

Strandabschnitt bei Port Elizabeth

Nach einigen kurzen Nächten, da ja der Wecker für die Gamedrives bereits um 5 Uhr klingelte, ließen wir es an unserem ersten Tag in Port Elizabeth etwas ruhiger angehen. Und unsere Unterkunft war dafür genau der richtige Ort! Für die Route entlang der Küste buchten wir mehrmals die in Südafrika beliebten Guesthouses. Und zu 100 Prozent waren wir zufrieden mit jeder dieser privaten Unterkünfte.

Im Kingfisher Guesthouse gibt es einen schönen Pool und Platz für maximal 13 Gäste, die in Themenbungalows untergebracht werden.

In Port Elizabeth empfingen uns nach unserem späten Flug am Abend Henk und sein Mann Cilliers, die uns dann auch am Morgen mit dem Frühstück begrüßten. In den meisten kleinen Gutesthouses gibt es ca. vier bis zehn Zimmer und man wird von Einheimischen umsorgt, die sich so ein nettes Häuschen, die Angestellten und den Lebensunterhalt verdienen. Die Übernachtungskosten sind dennoch oft geringer als in Hotels, das Frühstück meist liebevoller und man hat direkt Kontakt zu Ortsansässigen. Ich kann diese Art von Unterbringung also wärmstens weiterempfehlen – so wie das „Kingfisher´s Guest House“ von Henk und Cilliers.

Da Port Elizabeth unser erster Stopp an der Küste war, verbrachten wir gleich den halben Tag am Strand – erst bei einem Spaziergang und dann zum legeren Lunch auf der Terrasse des „something good“ Beachcafés. Weil nur wenige Tage später ein Ironmen stattfand, war die Stadt voller Atlethen, die am Strand joggten, in der Umgebung radelten oder ihren Energiehaushalt in den Cafés und Restaurants auftankten. Da bekam man fast ein schlechtes Gewissen, wenn man seinen Urlaub so ganz ohne Sport gestaltete und im Strandcafé herum saß. Aber nur fast….

„Life is always better at the beach“ – so lässt sich das Leben genießen!

Später fuhren wir zu den Dünen vom Sardinia Bay. Die Sandberge, ca. 30 Minuten vom Stadtkern entfernt, sind ein wunderschönes Fotomotiv und super Aussichtspunkt. Wenn das Meer nicht zu wild ist, kann man dort wohl auch sehr gut schwimmen gehen – und zur Saison Wale beobachten.
Deshalb gibt´s jetzt hier mehr Bilder als weitere Ausflugtipps – wir verbrachten nämlich einige Zeit dort auf diesem schönen Fleckchen Erde, bis dann die Sonne untergegangen war.

Birgit in Port Elizabeth
„I don´t care about my hair“ – Ein bisschen verwehtes Haar gehört doch zum Beachfeeling dazu! Und wenn die Sonne so schön untergeht, ist eh alles egal!

Aprospos Sonnenuntergang: Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Kriminalität in Südarfika sehr hoch ist und man v.a. in der Dunkelheit nie alleine rausgehen sollte. Wir hätten das wohl über die Urlaubslaune vergessen, da wir uns nie bedroht fühlten. Doch die hohen Umzäunungen der Häuser, die dauernden Hinweisschilder auf elektrische Zäune, Neighbourhood-Watch, Wachhunde oder Alarmanlagen sowie ein „Panic-Button“ an unserem Schlüsselbund, erinnerten uns genauso daran, wie unsere Gastgeber, die für den Guesthouse-Bereich striktes Besuchsverbot von Nicht-Gästen ausschilderten und darum baten, immer so lange zu warten, bis das elektrische Tor zum Hof wieder geschlossen war. Das wird alles nicht umsonst sein – deshalb sollte man sich nicht fälschlicherweise durch die netten Menschen und die lässige Strandatmosphäre in Sicherheit wiegen lassen.

Haus mit Zaun
Alarmgesichert und umzäunt: Die Häuser sind alle gut gegen Einbrecher geschützt.

Mit dem Auto abends noch einmal rauszuahren ist aber recht unproblematisch! So verbrachten wir den Abend in der riesengroßen (und sehr touristischen) Anlage des Boardwalk. Dort herrscht totales Kirmes-Feeling, die künstliche Promenade erinnert etwas an Disneyland. Für einen Abend ist es dort sehr nett und man kann zum Beispiel im riesengroßen Casino sein Glück versuchen (ich hatte leider keines!). Ich würde aber davon abraten, in dem 140-Zimmer-Hotel zu übernachten – da ist man dann wirklich nur unter Touristen und bekommt von Land und Leuten wenig mit. Da wir in unserer kurzen Zeit in der Stadt noch den neuen Mietwagen für den zweiten Teil der Reise holen mussten (wir kamen ja mit dem Flieger an) und wir uns auch einfach etwas treiben ließen, blieb uns gefühlt auch viel zu wenig Zeit, um die Stadt wirklich kennenzulernen.

Von der Stadt und ihren Bauten haben wir bei unserem Stadt- und Strandspaziergang – und den Fahrten – ein bisschen was gesehen. Aber gefühlt viel zu wenig…

Der Besuch in Port Elizabeth war also kurz – aber gut, um einen ersten Eindruck von der südafrikanischen Küste zu bekommen!
Am nächsten Tag fuhren wir morgens weiter in Addo Elephant Park. Und da trafen wir dann Löwen, Münchner und einen Entschluss…

Davon dann ganz bald mehr!
Liebe Grüße,

die Birgit

 

 

Schreibe einen Kommentar